4DFix
Semiresorbierbares Implantat zur parietalen Verstärkung
Teilweise resorbierbares Wandverstärkungsimplantat mit hydrophilen Schlingen
4DFix ist ein teilweise resorbierbares Hernienimplantat zur extraperitonealen Behandlung von Leisten- und Schenkelhernien. Hydrophile PLLA-Schlingen erzeugen einen Hafteffekt an der Bauchwand. Nach der schrittweisen Resorption der PLLA-Komponente bleibt ein leichtes Polypropylen-Netz zurück.
Zusammensetzung: makroporöses Monofilament-Verbundnetz aus Polypropylen (PP)
Klinische Vorteile
Teilweise resorbierbares PP/PLLA-Verbundimplantat: reduziert die Menge an permanentem Material und gewährleistet gleichzeitig eine zuverlässige Wandverstärkung
- Hydrophile Schlingen für einen sanften Hafteffekt: Das Implantat bleibt an Ort und Stelle; die Notwendigkeit einer zusätzlichen Fixierung kann im Einzelfall reduziert werden
- Intraoperativ atraumatisch repositionierbar
- Hohe Stabilität während der Gewebebesiedlungsphase, langfristige Leichtigkeit: PLLA unterstützt die initiale Stabilität, das verbleibende PP-Netz sichert die dauerhafte Rezidivprophylaxe
- Makroporös und transparent: erleichtert die anatomische Orientierung und fördert die Gewebeintegration
- Zuschneidbar und vielseitig: vorkonfektionierte Formen und Anpassungsmöglichkeiten an verschiedene Operationstechniken und Morphologien.
4D-Hafttechnologie & Implantatdesign
4DFix kombiniert Monofilamente aus Polypropylen (PP) und Poly-L-Milchsäure (PLLA) zu einem teilweise resorbierbaren, makroporösen Hernienimplantat. Durchgehende, hydrophile PLLA-Schlingen sind auf einer Seite des Netzes integriert. Bei Gewebekontakt absorbieren sie Feuchtigkeit und erzeugen einen sanften Hafteffekt an der Bauchwand. Das Netz entfaltet sich so kontrolliert, bleibt ohne traumatische Häkchen in Position und mit fortschreitender Resorption des PLLA wird die Menge an permanentem Material reduziert. Es bleibt ein sehr leichtes, flexibles und gut ins Gewebe integriertes PP-Netz zurück.
Indikationen & Operationstechniken
4DFix ist für die extraperitoneale Wandverstärkung bei Leisten- und Schenkelhernien bestimmt. Die Hauptindikationen sind: die offene Versorgung nach Lichtenstein mit vorgeschnittenen Implantaten für rechts/links (mit oder ohne Lappen) sowie laparoskopische TAPP- und TEP-Versorgungen mit flachen oder anatomischen Netzen. Das teilweise resorbierbare PP/PLLA-Konzept entspricht den Anforderungen der modernen Hernienchirurgie: ausreichende Stabilität, gute Gewebeintegration und eine möglichst geringe Belastung durch permanentes Material.
Anwendung, Zuschnitt & Fixierung im OP
4DFix wird extraperitoneal implantiert und entfaltet sich dank seines Formgedächtnisses schnell, um sich an der Bauchwand zu platzieren. Die flachen Varianten können zugeschnitten werden, um die Form an die Anatomie und die gewählte Technik (Lichtenstein, TAPP, TEP) anzupassen. Der durch die hydrophilen Schlingen verliehene Hafteffekt stabilisiert die Position und kann den Bedarf an zusätzlicher Fixierung (Naht, Tacker, Kleber) reduzieren, während bei Bedarf eine atraumatische intraoperative Mobilisierung und Repositionierung möglich bleibt.
Klinische und präklinische Daten zur 4D-Technologie
4DFix basiert auf der 4D PP/PLLA-Technologie, die in mehreren Hernienimplantaten (z. B. 4DMesh®, 4DVentral®) zum Einsatz kommt. Klinische Studien und Registerdaten zur 4D-Familie zeigen im Vergleich zu Standard-PP-Netzen in der Leisten- und Ventralhernienchirurgie eine Reduktion postoperativer Schmerzen, geringere Serom-/Hämatomraten, ein geringes Fremdkörpergefühl und sehr niedrige Rezidivraten. In-vitro-Daten belegen zudem pro-regenerative und anti-inflammatorische Effekte des PP/PLLA-Verbunds. 4DFix überträgt dieses Technologiekonzept in einem spezifisch angepassten Netzdesign auf die extraperitoneale Versorgung von Leisten- und Schenkelhernien.[1–4]
[1] Agca B et al. Early results of comparison of polypropylene mesh and 75% resorbable mesh (PP/PLLA) for TEP inguinal hernia repair. North Clin Istanb. 2019;6(4):388‑392.
[2] Kabaoglu B et al. Postoperative outcomes and recurrence rate in laparoscopic TEP inguinal hernia repairs using partially absorbable meshes. Sisli Etfal Hastan Tip Bul. 2024;58(3):276‑283.
[3] Lund H et al. Recurrence and complications after laparoscopic inguinal hernia repair using a self‑adherent mesh. Surg Endosc. 2025;39(4):2464‑2470.
[4] Daoudi M et al. P‑039 Composite PP/PLLA monofilament 4DVentral® promotes an anti‑inflammatory response from human macrophages in vitro. Br J Surg. 2022;109(Suppl.7).
Technische Merkmale
Material: Monofilament-Verbundnetz aus Polypropylen (PP) und Poly-L-Milchsäure (PLLA), ca. 35 % PP / 65 % PLLA
- Flächengewicht: ca. 30 ± 10 g/m² nach Resorption
- Design: makroporöses und transparentes Netz mit durchgehenden hydrophilen PLLA-Schlingen auf einer Seite für eine atraumatische Haftung
- Anwendung: extraperitoneale Wandverstärkung im Rahmen der Behandlung von Leisten- und Schenkelhernien; geeignet für die offene Lichtenstein-Technik und laparoskopische TAPP/TEP-Verfahren
- Formen (Beispiele): Lichtenstein-Implantate rechts/links (mit/ohne Lappen), flache TAPP/TEP-Implantate, anatomisch vorgeformte Implantate für die Laparoskopie, quadratische Implantate.
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4DFix ist ein Medizinprodukt der Klasse III, hergestellt von COUSIN BIOTECH S.A.S. Die Bewertung der CE-Konformität wurde durch die benannte Stelle DQS MED (CE0297) durchgeführt. Das Qualitätssystem von COUSIN BIOTECH S.A.S wurde nach den Anforderungen der Norm ISO 13485 zertifiziert.
Anwendungsempfehlungen: Vor jedem Eingriff die Kennzeichnung, die Gebrauchsanweisung und die Operationstechnik sorgfältig lesen.
